Chronik der Partnerschaft
Alle Partnerschaften, die seit dem Zusammenschluss der Gemeinden Eggenstein - Leopoldshafen und Neureut zur Seelsorgeeinheit Karlsruhe Hardt aufgebaut wurden, werden vom gemeinsamen Partnerschaftsausschuss betreut und verwaltet. Der Ausschuss besteht aus Freiwilligen der beiden Pfarrgemeinden, von denen ca. 20 als feste Mitglieder dabei sind, während zahlreiche Sympathisanten den Ausschuss privat unterstützen. Treffen finden in Abständen von 2-3 Monaten statt, wo wichtige Punkte bezüglich der Partnerschaft und aktuelle Aktionen besprochen und geplant werden.
Chronik
Im Jahr 1986 wurde eine Partnerschaft zwischen dem Erzbistum Freiburg und der Katholischen Kirche in Peru gegründet.
Mit der Zeit wurden es immer mehr. Heute bestehen ca. 160 Partnerschaften.
- 1988 begann die Partnerschaft zwischen St. Antonius Eggenstein-Leopoldshafen und Heinrich und Kunigunde Karlsruhe-Neureut mit der Gemeinde San Pedro in Tucume.
- 1994 kam es zu einem ersten Besuch zwischen Eggenstein-Leopoldshafen, Neureut und Tucume.
- Zwischen September 1994 und April 1995 arbeitete Daniela Weber sieben Monate für die Partnerschaft der Gemeinden Tucume,Illimo,Pacora, Motupe und Reque.
- Im August 1996 besuchte Pfarrer Manfred Wiedemer Tucume.
- 1996 wurde das 10-jährige Jubiläum der Partnerschaft in Freiburg gefeiert.
- 1997, 1999, 2000, 2001, 2002: Regelmäßige Besuche von Pfarrer Wiedemer.
- 2004 wurde der Kindergarten von San Pedro eingeweiht.
Aktionen
Zur aktiven Unterstützung der Partnergemeinden veranstaltet der Ausschuss viele Aktionen, deren Erlös natürlich den Projekten in Peru zugute kommt. Darunter befinden sich regelmäßig wiederkehrende Aktivitäten, wie das Erntedankfest, der Sternmarsch, der Weihnachts- und der Ostermarkt, sowie unabhängig von der Jahreszeit gehaltene Vorträge, Reiseberichte und Filmvorträge.
Das Erntedankfest wird alljährlich von den Mitgliedern und Helfern des Partnerschaftsausschusses ausgerichtet. Nach dem Gottesdienst gibt es ein gemeinsames Mittagessen, auf das im Anschluss Kaffee und Kuchen serviert wird. Währenddessen bietet ein Stand in Peru gekaufte Waren an und versorgt die Interessierten mit Informationen.
Auch der Sternmarsch findet jedes Jahr statt, wobei man abwechselnd nach St. Antonius in Eggenstein oder St. Heinrich und Kunigunde in Neureut wandert. Um Spenden für die Partnergemeinden zu sammeln, lassen sich dir Teilnehmer für die zurückgelegte Strecke sponsern oder finanzieren jemandem den Lauf. Am Ziel angekommen erwartet die Marschierer ein Mittagessen mit Nachtisch, das traditionell aus Maultaschensuppe und Äpfeln besteht. Anschließend gibt es ein Nachmittagsprogramm für Kinder und Erwachsene, bei dem beim gemütlichen Zusammensein die neuesten Informationen aus der Partnergemeinde präsentiert werden.
Am Weihnachtsmarkt, welcher alle 2 Jahre vor der St. Albertus - Magnus - Kirche stattfindet, und von über 100 Helfern organisiert wird, ist der Ausschuss ebenfalls durch einen Stand repräsentiert. So verkauft er peruanische Waren und klärt Neugierige über die Partnerschaft auf.
Der Ostermarkt wird bereits einige Wochen vor Ostern veranstaltet, doch die Vorbereitungen dafür beginnen bereits nach Neujahr. Freiwillige Frauen aus der Gemeinde basteln zusammen Osterdekoration, welche auf dem Markt dann verkauft wird. Die Einnahmen werden selbstverständlich an die Partnergemeinde gespendet.
Bei der Rückkehr von Reisenden aus Peru werden die Erlebnisse zunächst innerhalb des Ausschusses und auf Wunsch auch in anderen Kreisen besprochen. Diese Reiseberichte behandeln die Reise selbst, den Aufenthalt, die derzeitige Situation in den Partnergemeinden und den momentanen Stand der Projekte.
Film- bzw. Diavorträge dienen in erster Linie der Vermittlung von Informationen über die Partnerschaft. Sie finden in Kreisen der Seelsorgeeinheit, in Partnergemeinden der Diözese, Schulen, Kindergärten und Volkshochschulen statt. Die durch diese Aktionen gewonnenen Erlöse kommen allesamt den Partnergemeinden zugute. Doch das ist nicht die einzige Einnahmequelle des Ausschusses: viele Mitglieder der Gemeinde spenden privat für die Partnerschaft und halten auch ihre Freunde dazu an, dafür zu spenden; so wünschen sie sich zu Geburtstagen, Hochzeitsfeiertagen etc. keine Geschenke, sondern Spenden für die Partnerschaft.
Auf diese Weise trägt der Ausschuss bereits seit 20 Jahren zur Realisierung von Projekten in Peru bei, die nicht nur ein Zeichen der Partnerschaft sind, sondern auch die dortige Situation durch die Schaffung von z.B. Kindergärten um ein Vielfaches verbessert. Dank des Engagements von Menschen wie Herr und Frau Bechtold und Frau Weber (die hier stellvertretend genannt sein sollen) wird den Bewohnern der Partnergemeinden ein besseres Leben ermöglicht.

