Für eine Kultur der Grenzachtung: Prävention gegen sexualisierte Gewalt
Unsere Maßnahmen zur Prävention
Unsere Kirchengemeinde soll ein sicherer Ort sein – im Besonderen für Kinder, Jugendliche und schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene. Alle, die sich bei uns engagieren und alle, die unsere Angebote in Anspruch nehmen, sollen sagen können: „Hier fühle ich mich wohl!“. Um diesem Ziel näher zu kommen haben wir auf der Basis der diözesanen Regelungen Konzepte und Maßnahmen entwickelt, die wir hier vorstellen.
Auf Grundlage der Rahmenordnung Prävention und der Ausführungsbestimmungen des Erzbistums Freiburg von Dezember 2021 wird in diesem Jahr ein neues institutionelles Schutzkonzept für unsere Kirchengemeinde erarbeitet. Das überarbeitete Schutzkonzept soll bis Ende 2023 fertiggestellt werden und wird nach der Verabschiedung durch den Pfarrgemeinderat hier veröffentlicht.
Gerne unsere Schulungstermine lassen, aber auch die von meinem Kollegen Herrn Moos mitaufführen.
Das bisherige Schutzkonzept greift die Vorgaben (Verlautbarungen vom 07.08.2015 vgl. AB 22/2015) auf und setzt sie für die Kirchengemeinde um.
In der Sitzung des Pfarrgemeinderates 23. 01.2018 hat der Pfarrgemeinderat das vorliegende Konzept beschlossen.
Ein grenzachtender Umgang mit- und untereinander ist uns wichtig und soll unser kirchliches Handeln prägen. Mit der Erklärung zum grenzachtenden Umgang bestätigen Personen, die wir zum Handeln beauftragen, nach einer Unterweisung bzw. Schulung, dass sie sich zum Wohl der anvertrauten Personen verhalten wollen. Die Erklärung zum grenzachtenden Umgang beinhaltet auch unseren Verhaltenskodex. Dieser dient der Orientierung aller Beteiligten: Mitarbeitende, Teilnehmende und Eltern können nachlesen, welche Verhaltensweisen für einen grenzachtenden Umgang erwünscht oder ausgeschlossen sind. Damit wird die Anbahnung von sexuellen Übergriffen erschwert und Personen werden ermutigt, übergriffige Handlungen zu stoppen und ggf. zu melden.
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die in ihrer Tätigkeit in regelmäßigem und/oder engerem Kontakt mit Kindern und Jugendlichen bzw. schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen sind, sind nach staatlichem und kirchlichem Recht zur Vorlage eines erweiterten Führungzeugnisses verpflichtet.
In unseren Präventionsschulungen informieren wir über das Thema sexualisierte Gewalt (z.B. Täterstrategien, Ausmaß, ...), sensibilisieren wir für einen grenzachtenden Umgang und stärken die Handlungssicherheit im Umgang mit Grenzverletzungen und (sexualisierten) Übergriffen. Auch die Auseinandersetzung mit unserem Verhaltenskodex spielt eine wichtige Rolle.
Alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die in regelmäßigen und/oder engerem Kontakt mit Kindern, Jugendlichen oder schutz- und hilfebedürftigen Erwachsenen sind, sind zur Teilnahme an einer Präventionsschulung verpflichtet.
Präventionsschulungen von Wildwasser e.V. Karlsruhe finden Sie hier.
Präventionsionschulungen von der Fachstelle PriJuS – Prävention in Jugendarbeit und Sport finden Sie hier.
Informationen und Materialien der Erzdiözese Freiburg
Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt
Wir in der Erzdiözese Freiburg haben aus der Vergangenheit gelernt, und das schon seit Jahren: Die Verbrechen der sexualisierten Gewalt und deren Vertuschung dürfen sich nicht wiederholen. Deshalb unternehmen wir alles Menschenmögliche, um Kirche zu einem sicheren Raum für alle zu machen. Zugleich stellt sich die Erzdiözese ihrer Vergangenheit und arbeitet die früheren Fehler auf. Wir stehen an der Seite der Betroffenen. Hier erhalten Sie alle Informationen zum Umgang mit sexualisierter Gewalt, Hilfsangeboten und zur Aufarbeitung.
einschlägige Gesetzestexte: Rahmenordnung Prävention und die diözesanen Ausführungsbestimmungen (AROPräv)
Stellungnahme des PGR zu den Präventionsmaßnahmen
Wir stehen dafür, dass unsere Kirchengemeinde ein sicherer Ort für alle Menschen ist, in dem Manipulation und Missbrauch jeder Art (vor allem sexuell und geistlich) ausgeschlossen sind. Unser Bestreben ist es, dass unsere Ehrenamtlichen, wenn sie angesprochen werden, handlungsfähig sind. Jeglichem grenzüberschreitenden Verhalten wollen wir vorbeugen und gegebenenfalls entschieden entgegentreten. Daher unterstützen wir nachdrücklich die angebotenen Präventionsmaßnahmen und -Schulungen und bitten alle Eingeladenen daran teilzunehmen.
Die aktuellen Veröffentlichungen zum Thema Missbrauch in der Kirche sowie die damit einhergehenden Entwicklungen machen uns sehr betroffen. Wir befürworten die rückhaltlose Aufklärung und Aufarbeitung der Vorfälle und die Entschädigung der Opfer. Gleichzeitig werden wir uns mit aller uns zur Verfügung stehenden Macht dafür einsetzen, dass unsere Kirchengemeinde ein Ort ist, an dem jede und jeder sich angenommen und sicher fühlen kann. Uns ist viel daran gelegen, dass Kirche ein angstfreier Raum ist für alle Menschen. Die Umsetzung unseres Schutzkonzeptes ist dabei ein wichtiger Baustein. Wir bitten unsere Gemeindemitglieder uns in diesem Bestreben zu unterstützen. Wenn Sie gerne mit einem von uns sprechen möchten, dann kontaktieren Sie uns. Sandra Bauer, Lucia Grein, Karin Mutter, Florian Höpfner und Albert Striet
Bei Fragen und persönlichen Anliegen zum Thema Prävention gegen sexualisierte Gewalt stehen Ihnen unsere haupt- und ehrenamtlichen Ansprechpersonen zur Verfügung. Darüber hinaus finden Sie auf dieser Seite Kontaktmöglichkeiten zu externen Fachberatungsstellen und Unterstützungsangeboten.
Unsere haupt- und ehrenamtlichen Ansprechpersonen für Prävention
… wenn Sie Fragen zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt in unserer Kirchengemeinde haben … bei Vermutungen, Vorfällen und Zweifelsfällen von sexualisierter Gewalt ... wenn Sie Unterstützung bei der Suche nach internen oder externen Beratungsstellen benötigen